Artikel 06/03/2016

8 Anzeichen, dass Sie unter Magnesiummangel leiden

Team jameda
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Nächtliche Wadenkrämpfe, zuckende Augenlider, schnelle Ermüdbarkeit? In diesem jameda Gesundheitstipp erfahren Sie mehr über Symptome und Behandlung eines Magnesiummangels.

Magnesium ist wichtig für Enzymvorgänge, den Energiestoffwechsel sowie Muskeln und Nerven

Das für den Körper unentbehrliche Mengenelement Magnesium ist überwiegend in den Knochen, Muskeln und Zähnen gespeichert. Als Bestandteil von über 300 Enzymen ist es an wichtigen Stoffwechselvorgängen beteiligt, außerdem aktiviert es bei der Energieübertragung das Molekül ATP (Adenosintriphosphat). Magnesium stabilisiert Zellstrukturen, sorgt für die Entspannung der Muskeln und hemmt eine Überreizung der Nervenzellen.

Anzeichen für einen Mangel: Muskelkrämpfe, Lidflattern, Kopfschmerzen…

Magnesiummangel kann sich durch eine einseitige Ernährung oder übermäßiges Schwitzen entwickeln. Auch bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen, langanhaltenden Durchfällen oder Alkoholmissbrauch treten Magnesiummangelzustände auf, oft fehlt es hier gleichzeitig an Vitaminen, Spurenelementen und anderen Mengenelementen. Einen Mehrbedarf an Magnesium haben im Allgemeinen Schwangere, Stillende, Migräne-Patienten und im Wachstum befindliche Jugendliche. Mangelt es an Magnesium, können folgende Beschwerden auftreten:

  1. Muskelkrämpfe und Verspannungen: Viele Betroffene leiden vor allem nachts unter schmerzenden Wadenkrämpfen, besonders körperliche Belastung wie Sport und einseitige Bewegungsabläufe führen schnell zu Muskelverspannungen.
  2. Augenlidzucken: Das unwillkürliche Flattern oder Zucken eines Augenlides ist ein typisches Anzeichen von Magnesiummangel.
  3. Herz-Kreislauf-Störungen: Magnesiummangel kann den Blutdruck erhöhen und den Herzschlag beschleunigen.
  4. Verstopfung: Da die Muskeln schneller verkrampfen, hemmt ein Magnesiummangel auch die Verdauungsmuskulatur.
  5. Schnelle Erschöpfung: Wenn die Arbeit von Muskeln und Nerven beeinträchtigt ist, ermüdet der Körper rasch.
  6. Kopfschmerzen: Magnesiummangel führt zu verspannten Muskeln und verengten Blutgefäßen. Spannungskopfschmerz und Migräne können die Folge sein.
  7. Kribbeln in Fingern und Füßen: Durch die Übererregbarkeit der Nervenzellen kommt es zu Missempfindungen wie Kribbeln oder Taubheitsgefühl in den Extremitäten.
  8. Nervosität und Schlafstörungen: Magnesiummangel kann zu körperlicher und seelischer Unruhe, depressiven Verstimmungen und Schlafmangel führen.

Den Mangel ausgleichen durch Vollwertkost, Mineralwässer und Magnesiumpräparate

Um den täglichen Bedarf von 300-400mg Magnesium zu decken, sollte die Ernährung ausgewogen und vollwertig sein, unterstützend können Magnesiumpräparate eingenommen werden. Vollkornprodukte enthalten viel Magnesium, z. B. Haferflocken, Vollkornbrot, ungeschälter Reis oder Hülsenfrüchte wie Linsen und Bohnen. Auch Nüsse und Samen sind gute Magnesiumlieferanten, besonders Walnüsse, Haselnüsse, Mandeln und Sonnenblumenkerne, auch Kakao und dunkle Schokolade sind reich an Magnesium. Bei Obst sind es v. a. Trockenfrüchte wie Datteln und Aprikosen, aber auch Beerenfrüchte und Bananen, bei Gemüse sind u. a. Spinat und Kohlrabi zu empfehlen. Magnesiumhaltige Mineralwässer enthalten mindestens 100mg Magnesium pro Liter. Eine Vielzahl an Magnesiumpräparaten bietet verschiedene Magnesiumverbindungen an, z. B. Magensiumcitrat, -aspartat, -carbonat und -oxid. Man kann sie als Kapseln, Tabletten, Lutsch- oder Brausetabletten sowie Trink- oder Direktgranulat einnehmen. Die Einnahme sollte über mehrere Wochen erfolgen, da dabei der Aufnahme- und Speichermechanismus für Magnesium aktiviert wird und ein Mangel so erfolgreich behoben werden kann.

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