Team jameda
Ein Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt, das Bier zum Feierabend, Rotwein zum Festessen: Alkohol ist in unserer Gesellschaft allgegenwärtig. Er wird als Stimmungsförderer bei Partys geschätzt, stürzt Menschen in schwere Abhängigkeit und wird als Schutzfaktor für das Herz diskutiert.
Wie Alkohol wirkt
Die Wirkung von Alkohol im Körper hängt stark von der Dosis ab: In kleiner Dosierung steigert Alkohol die Redseligkeit und fördert die Entspannung. Bereits ab einem Blutalkoholspiegel von 0,5 Promille verlängert sich die Reaktionszeit, die Anpassung des Auges an wechselnde Lichtverhältnisse ist erschwert. Steigt die Alkoholkonzentration im Körper weiter an, tritt ein starker Rausch ein, der im Extremfall bis zum Koma führen kann. Ein alkoholbedingtes Koma endet nicht selten tödlich.
Chronische Schäden
Alkohol kann bei dauerhafter Zufuhr in größeren Mengen neben Abhängigkeit auch eine ganze Reihe von körperlichen Schäden verursachen. So gilt Alkohol als ein starkes Nervengift, das wichtige Funktionen des Nervensystems schädigt. Bei Alkoholikern treten deshalb häufig Demenzen und Nervenschäden an den Gliedmaßen auf. Häufig betreffen Alkoholschäden auch die Leber: Typische Folgen eines chronischen Alkoholkonsums sind eine Fettleber und Leberzirrhose. Auch die Funktion der Bauchspeicheldrüse kann beeinträchtigt werden. Wenn Frauen während der Schwangerschaft Alkohol trinken, tragen die Babys schwere Störungen davon.
Alkohol und Krebs
Eine Studie hat gezeigt, dass in Europa bei Männern jede zehnte Krebserkrankung auf Alkohol zurückzuführen ist und eigentlich vermeidbar wäre. Das betrifft vor allem Tumore, die im Mund- und Rachenraum, am Kehlkopf und in der Speiseröhre auftreten. Auch für Brustkrebs, Darmkrebs, Lungenkrebs und Krebserkrankungen der Leber wird ein Zusammenhang mit dem Alkoholkonsum diskutiert.
Alkohol und das Herz
Kleine Mengen Alkohol haben in Studien einen schützenden Effekt auf das Herz gezeigt. Allerdings ist der Effekt von Alkohol auf verschiedene Herz-Kreislauf-Erkrankungen sehr unterschiedlich: Bei Arteriosklerose (Arterienverkalkung) kann moderater Alkoholgenuss das Risiko etwa für einen Herzinfarkt senken, allerdings steigert er das Risiko für einen Schlaganfall durch Gehirnblutungen. Klar ist jedenfalls, dass die schädlichen Auswirkungen von Alkohol auf das Herz-Kreislauf-System schon bei Mengen von 15 bis 20 Gramm täglich beginnen. Ob Rotwein in diesem Zusammenhang tatsächlich besser ist als andere alkoholische Getränke, ist unter Wissenschaftlern immer noch umstritten.
Alkohol und Demenz
Obwohl Alkohol bei chronischer Zufuhr Demenzen verursachen kann, scheint er in niedriger Dosierung einen schützenden Effekt auf die Entstehung von Alzheimer-Krankheit und anderen Demenzformen zu haben.
Alkohol kann dem Körper also sowohl schaden als auch nützen. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt, als gesunder Mann nicht mehr als 20 Gramm Alkohol pro Tag zu trinken (entspricht einem halben Liter Bier oder einem Viertelliter Wein), als Frau nur die Hälfte. Und am besten sollte es auch einige alkoholfreie Tage in der Woche geben.
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