Team jameda
Das Jetzt findet ohne unsere innere Teilnahme statt. Wer seine Wahrnehmung schult, lernt zugleich, mit der Aufmerksamkeit in der Gegenwart zu verweilen. Was könnte für die geistige Fitness von größerer Bedeutung sein als die Fähigkeit zur Aufmerksamkeit bzw. die Konzentration? Aufmerksamkeit bzw. Konzentration ist die Kunst, bestimmte Dinge hereinzulassen und andere auszusperren. Sie liegt jeder anderen geistigen Fähigkeit zugrunde.
Die Basis der Aufmerksamkeit ist die Entspannung. Zwei kleine, aber gute Übungen: Sammeln Sie Ihre Aufmerksamkeit und richten Sie Ihr Bewusstsein auf das Hier und Jetzt. Sie können dies erreichen, indem Sie „herunterschalten“, sich entspannen und Ihren Gedanken erlauben, sich mit Sorgen und Verspannungen auseinanderzusetzen.
Oder aber Sie konzentrieren Ihre Aufmerksamkeit auf einen einzigen Gegenstand oder eine einzige Aufgabe. Es ist dabei von ausschlaggebender Bedeutung, dass Sie die anderen Gedanken loslassen, die unser Denken häufig überladen.
Machen Sie es sich zur Gewohnheit, Ihre ungeteilte Aufmerksamkeit immer genau auf das zu richten, was gerade geschieht und was Sie gerade tun. Anfangs wird das nur für kurze Zeit möglich sein, aber nach und nach werden Sie merken, dass es zunehmend einfacher ist.
Setzen Sie sich vor eine Uhr, die einen Sekundenzeiger hat und entspannen Sie sich einige Augenblicke lang, sammeln Sie dabei Ihre Aufmerksamkeit und konzentrieren Sie sich auf die Bewegung des Sekundenzeigers.
Achten Sie zwei Minuten lang nur auf die Bewegung des Sekundenzeigers, als ob nichts anderes auf der Welt existiere. Wenn Sie den Faden verlieren, weil Sie über etwas anderes nachgedacht haben oder weil Sie einfach geistig weggetreten waren, halten Sie inne, sammeln Sie Ihre Aufmerksamkeit und beginnen Sie von vorne. Versuchen Sie, zwei ganze Minuten lang konzentriert zu bleiben.
Konzentration ist die bewusste Steigerung der Aufmerksamkeit und ihre Bindung an ein vorgegebenes Ziel. Konzentration kann man lernen.
Beachten Sie: Schon leichter Stress verhindert gute Konzentration. Nehmen Sie eine Körperhaltung ein (emotional und geistig), die es Ihnen leicht macht, sich zu konzentrieren. Überlegen Sie sich konkrete Ziele und finden Sie Ihren geistigen Rhythmus, der Schwung in Ihre Arbeit bringt.
Tipps zum konzentrierten Arbeiten
Die Muße ist nicht einfach da, nur weil wir gerade keine Verpflichtungen haben. Wir müssen sie aktiv schaffen. Der Ausweg ist es, Tätigkeiten zu kultivieren, die wir nur um ihrer selbst willen tun.
Achtsamkeit ist die Praxis einer bewusst aufmerksamen, wachen und liebevoll akzeptierenden Grundhaltung gegenüber allen Bewusstseinsinhalten in jedem Moment. Der Fokus liegt auf der Wahrnehmung von Körperempfindungen, Sinneseindrücken, Gefühlen und Gedanken.
Achtsamkeit gilt als das Herz der Lehren des Buddha, als der „direkte Weg“. Achtsamkeit ist ein universelles und alltägliches Phänomen, eine grundlegende und angeborene Fähigkeit des menschlichen Geistes.
Im Westen ist das Thema Achtsamkeit vor allem durch Jon Kabat-Zinn bekannt geworden:
Mindfulness-Based Stress Reduction (MBSR) - eine weltanschauliche unabhängige Methode.
Achtsamkeit bedeutet, jeden Tag so oft wie möglich
Achtsam zu sein bedeutet, im Augenblick zu sein, bei sich zu sein und eine enge Verbindung zu sich selbst zu haben.
Wie erlernt man Achtsamkeit?
1. Sie müssen es wirklich wollen.
2. Sie müssen Ihre Achtsamkeit trainieren und dabei immer wieder einüben, achtsam in die Welt zu schauen.
3. Wir brauchen ein paar Erinnerer und Fixpunkte im Alltag, die uns immer wieder zurück auf den Weg zu mehr Achtsamkeit bringen. So ein Erinnerer kann z.B. ein Band sein, den Sie ums Handgelenk tragen, ein Post-It am Bildschirm oder die Alarmfunktion Ihres Handys. Noch besser ist es, wenn Sie einen Menschen haben, der Sie immer wieder daran erinnert.
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